Veranstaltungsorte


Tagungsort

Foto: Förderkreis Görlitzer Synagoge e.V.
Foto: Förderkreis Görlitzer Synagoge e.V.
Foto: Förderkreis Görlitzer Synagoge e.V.
Foto: Förderkreis Görlitzer Synagoge e.V.

Kulturforum Görlitzer Synagoge

Ehemalige Synagoge der Stadt Görlitz

Otto-Müller-Straße
02826 Görlitz

www.synagoge-goerlitz.de

 

 

Görlitz beherbergt eine der bedeutendsten Synagogen Deutschlands. Sie wurde von 1909 bis 1911 errichtet und ist die einzige Synagoge in Sachsen, die die Pogromnacht von 1938 überstand. Das imposante Gebäude spiegelt den Glauben an sich selbst der jüdischen Gemeinde von Görlitz zu Beginn des 20. Jahrhunderts wider: ihr Stolz, ihre Modernität, ihre selbstbewusste Offenheit gegenüber den überwiegend christlichen Mitbürgern.

 

GESCHICHTE

Seit ihrer Vertreibung im 14. Jahrhundert hatten sich Juden erst wieder Mitte des 19. Jahrhunderts in Görlitz niederlassen können. Die jüdische Gemeinde vergrößerte sich rasant und zählte 1980  fast 700 Mitglieder. Eine frühere, im Jahre 1853 gegründete Synagoge in der Langenstraße 43 erwies sich bald als zu klein. So richtete die Pfarrei bereits 1870 einen Fonds für den Bau einer neuen Synagoge ein. Vor allem die Kaufleute Emmanuel Alexander-Katz und Martin Ephraim sowie der Rabbiner Siegfried Freund arbeiteten unermüdlich an der Verwirklichung des Projektes, das 1909 von der Baukommission unter dem Vorsitz von Alexander-Katz ausgeschrieben wurde. Aus allen Teilen Deutschlands kamen Angebote. Den Auftrag erhielten William Lossow und Hans Max Kühne aus Dresden, die zu den renommiertesten Architekten ihrer Zeit zählten. Neben einer Vielzahl anderer wichtiger Gebäude, entwarf ihr Unternehmen auch das Dresdner Schauspielhaus und den Leipziger Hauptbahnhof. Der Grundstein für die neue Görlitzer Synagoge wurde am 19. Mai 1909 gelegt. Bereits am 7. März 1911 wurde das fertige Bauwerk eingeweiht.

 

DAS GEBÄUDE

Mit ihrer kubischen Geschlossenheit, ihrer kompakten Form und ihren monumentalen Proportionen bietet die Görlitzer Synagoge eines der beeindruckendsten Beispiele für den modernen Synagogenbau zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Man ging damals von der bislang vorherrschenden orientalisierenden Stilrichtung ab und suchte nach neuen Wegen für die Architektur jüdischer Gotteshäuser.

In Görlitz führte eine Synthese von traditionellen Einflüssen und zeitgenössischen Bauideen zu eigenständigen Lösungen. Technisch innovativ war die Konstruktion mit Stahlskelett und Beton. Mit der Wahl eines überkuppelten Zentralbaus nahm man Impulse der Reformbewegung im evangelischen Kirchenbau um 1900 auf. Die Eingangsfront mit Flachgiebel, Lisenengliederung und reicher Bauornamentik zitiert einen spätantiken Tempel. Die Gestaltung des Innenraums nimmt Anregungen von ostpolnischen Holzsynagogen auf und übersetzt deren farb- und symbolreichen Ausmalungen in eine moderne Sprache. In der Stuckverzierung der Kuppel dominieren als Motive der siebenarmige Leuchter, die Menora, und der Löwe, das Wahrzeichen des Stammes Juda; daneben finden sich Blattkränze und Schuppen. Kräftige Farben wechseln ab mit pointiert eingesetzter Vergoldung. Die Gestaltung der Löwen spielt auf babylonische Vorbilder an. Auf dem beherrschenden Kuppelturm prangte weithin sichtbar der 1938 heruntergerissene Davidstern.


Abendveranstaltungen

Foto: Europastadt GörlitzZgorzelec GmbH
Foto: Europastadt GörlitzZgorzelec GmbH
Foto: Europastadt GörlitzZgorzelec GmbH

Miejski Dom Kultury w Zgorzelec

Parkowa 1
59-900 Zgorzelec
Phone +48 757752415
mdk.zgorzelec.eu

 

 

 

 

 

Wenn Sie die Stadtbrücke "Johannes Paul II" überqueren, werden Sie den über die umgebenden Bäume hinausragenden Dom Kultury sehen - die ehemalige Oberlausitzer Gedenkhalle mit Kaiser-Friedrich-Museum (Ruhmeshalle). Nach mehrjähriger Vorbereitung und Diskussion wurde dieses Gebäude nach einem Architektenwettbewerb im Jahre 1897 errichtet. Die Ruhmeshalle wurde im November 1902 in Anwesenheit von Kaiser Wilhelm II. im deutschen Reich eröffnet. Heute ist das nach dem 2. Weltkrieg umgenannte Gebäude ins Miejski Dom Kultury w Zgorzelecu, das städtische Kulturhaus von Zgorzelec. Kunst- und Fotoausstellungen, Vereinsabende, Kinovorstellungen und Konzerte werden hier veranstaltet. In den letzten Jahren fanden hier zahlreiche Veranstaltungen der Partnerstädte Görlitz und Zgorzelec statt. Außerdem war das Dach des Gebäudes ein beliebter Ort für Fotografen wie Robert Scholz, als die Bäume noch sehr niedrig waren. Heute sind die Panoramen jedoch nur noch schwer zu verwirklichen. Wenn Sie die große Halle betreten, erblicken Sie direkt den Treppenaufgang und wenn Sie nach oben schauen, eröffnet sich der Ausblick in eine riesige Glaskuppel. Die Bronzetafeln auf der Galerie deuten auf Statuen aus der Kaiserzeit. Im Untergeschoss befanden sich die Vereinsräume des bekannten Zgorzelecer Fotovereins „Nadir“.

 


Foto: Europastadt GörlitzZgorzelec GmbH
Foto: Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau GmbH
Foto: Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau GmbH
Foto: Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau GmbH

Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz

Demianiplatz 2
02826 Görlitz
+49 3581 47470
www.g-h-t.de

 

 

Das Theater Görlitz, erbaut von Gustav Kießler, wird auch als „kleine Semperoper“ bezeichnet. Eröffnet wurde es am 2. Oktober 1851. 2011 fusionierte das Theater Görlitz mit dem Theater Zittau zum Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau (GHT), benannt nach dem aus Schlesien stammenden Literaturnobelpreisträger Gerhart Hauptmann. An den beiden Produktionsstandorten Görlitz und Zittau entstehen Musiktheater, Schauspiel, Tanz der hauseigenen „wee dance company“ sowie Konzerte der Neuen Lausitzer Philharmonie. Neben Repertoirewerken stehen jedes Jahr Neuinszenierungen und auch moderne Auftragswerke auf dem Spielplan. Ergänzt wird das Angebot durch ein abwechslungsreiches Programm – von Puppentheater und Jugendtheater und zahlreiche Gastspiele renommierter Künstler. Seit 1995 findet jährlich im Sommer das „Internationale Straßentheaterfestival ViaThea" statt.